Aufsätze und Audiobeiträge über Zukunftsmodelle der Gesellschaft

Aufsätze und Audiobeiträge über Zukunftsmodelle der Gesellschaft

Carsten Stahmer

1. Aufsätze

In dem Rückblick eines Gesamtrechners habe ich bereits die Entwicklung meiner Forschungstätigkeit geschildert, die mich von dem Arbeitsgebiet der Weiterentwicklung der Gesamtrechnungen  zu Fragen einer zukünftigen nachhaltigen Gesellschaft führte. Im Folgenden werden einige Aufsätze von mir zu dieser Thematik vorgestellt. Veröffentlichungshinweise dazu sind im Schriftenverzeichnis zu finden. Die folgenden HP- Bezeichnungen mit Jahr und Monat entsprechen im Schriftenverzeichnis den in eckigen Klammern angegebenen Jahres-/Monatsdaten.

Die folgende Sammlung von Aufsätzen beginnt mit dem unveröffentlichten Vortrag Fortschritt durch Rückschritt, den ich im Juni 1996 bei einer Veranstaltung in Wiesbaden hielt (HP.1996-07). Meine Überlegungen gingen damals in erster Linie von Lösungsmöglichkeiten für die ökologischen Probleme aus. Eine etwas geänderte Fassung wurde später von der Universität Bielefeld im Rahmen ihres Projektes Bielefeld 2000plus veröffentlicht.

Die Konzepte der Halbtagsgesellschaft und Ergebnisse für das Berichtsjahr 1990 wurden erstmals von Alexander Opitz und mir bei dem Weimarer Kolloquium im September 2002 vorgestellt. Hierbei stand die Fragestellung einer sozialen Nachhaltigkeit im Vordergrund. Im folgenden wird eine etwas gekürzte, bisher unveröffentlichte Fassung unseres Vortrages vom Mai 2003 wiedergegeben (HP.2003-05).

Alexander Opitz, Angela Heinze und Helge Majer beim Weimarer Kolloquium September 2002

Alexander Opitz, Angela Heinze und Helge Majer beim Weimarer Kolloquium September 2002

Im Herbst 2003 begannen dann die Arbeiten an einer Aktualisierung der Berechnungen zur Halbtagsgesellschaft (mit Berichtsjahr 1998) und an einer Erweiterung des Modells. Dies wurde ein Gemeinschaftswerk von Axel Schaffer, Inge Herrchen und mir. Die Ergebnisse wurden in dem Band Sozio-ökonomische Input- Output-Rechnung 1998 in der Schriftenreihe Sozio – ökonomisches Berichtssystem für eine nachhaltige Gesellschaft des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Axel und ich stellten unsere Berechnungen dann auch bei dem Weimarer Kolloquium im Oktober 2004 vor.

Axel Schaffer und Jan Minx beim Weimarer Kolloquium Oktober 2004

Axel Schaffer und Jan Minx beim Weimarer Kolloquium Oktober 2004

Es war geplant, dass ich im Februar 2004 an der Bremer Universität einen Vortrag über Zwei Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung halte. Wegen meiner Krankheit im Januar 2004 war das dann nicht möglich, allerdings wurde der Beitrag trotzdem in den Tagungsband aufgenommen (HP.02-2004). In diesem Aufsatz habe ich versucht, meine bisherigen Überlegungen zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit (nämlich den Ansatz in Fortschritt durch Rückschritt und das Konzept der Halbtagsgesellschaft) miteinander zu vergleichen und sie als zwei notwendige, sich gegenseitig ergänzende Zugänge zum Problem der Nachhaltigkeit zu charakterisieren.

Während meiner Zeit am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Heidelberg in den Jahren 2005 und 2006 hatte ich Gelegenheit, zusammen mit Axel Schaffer weiter an aktualisierten Berechnungen zu arbeiten und die Konzepte in Veröffentlichungen bekannt zu machen. Ein sehr wichtiger Schritt war dabei unsere Publikation in der Zeitschrift GAIA 3/2005 (mit Angaben für 1998, siehe HP 2005-09). Die ersten Ergebnisse einer Aktualisierung für das Berichtsjahr 2000 stellten wir in dem Weimarer Tagungsband zur Halbtagsgesellschaft vor. Ergebnisse  in Aufgliederung nach Geschlecht sind in dem bisher unveröffentlichten Aufsatz über das Gendermodell der Halbtagsgesellschaft beschrieben (HP.2008-01).

Parallel dazu arbeitete ich weiter an einer detaillierteren Darstellung der Konzepte der Halbtagsgesellschaft und an einer Beschreibung der gesellschaftlichen Bedingungen, die erfüllt sein müssten (HP.2006-07). In einem Vortrag in Bregenz vom Februar 2008 stellte ich einen Brückenschlag zur christlichen Sozialethik und zur Diskussion über Grundsicherung her (HP.2008-02). Dieser Vortrag wurde in überarbeiteter Form im April 2009 in den Wuppertal Papers  Nr. 178 veröffentlicht:(http://www.wupperinst.org/publikationen/entnd/index.html?beitrag_id=1070&bid=81, Stand September 2012).

Eine kürzere Beschreibung der Konzepte der Halbtagsgesellschaft mit gut ausgewählten Abbildungen zum Thema wurde im Dezember 2007 in der Zeitschrift Ernährung im Fokus publiziert (HP.2007-12a).

Im Oktober 2008 wurde bei dem  9.Weimarer Kolloquium der Themenkreis „Kulturelle Nachhaltigkeit“ diskutiert. Mein Vortrag hatte den Titel “ Kulturelle Nachhaltigkeit – Vom magischen Dreieck zum magischen Viereck?“ (HP.2008-10). Die Fragestellung in meinem Beitrag war, ob kulturelle Nachhaltigkeit als selbstständiges Ziel neben die drei bekannten Ziele der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit aufgenommen werden sollte. Inzwischen ist eine gekürzte Fassung auch in einem Tagungsband erschienen (siehe mein Schriftenverzeichnis).

Die Diskussion über Anwendungsmöglichkeiten der Arbeitswertrechnung in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen nahm ich in einem Beitrag wieder auf, den ich im November 2011 auf einer Tagung in Berlin vorstellte (HP.2011-04). Das Zukunftsmodell einer Gesellschaft, die bei der unbezahlten Arbeit die Konzepte der Halbtagsgesellschaft realisiert als auch bei der bezahlten Arbeit und den Güterwerten als Maßstab Arbeitswerte verwendet, nannte ich „Arbeitswertgeleitete Solidarwirtschaft“. In dem Tagungsband stellte ich auch in einem statisch-komparativen Input-Output-Modell das entsprechende Zukunftsmodell einer Halbtagsgesellschaft mit Ökosteuern und Arbeitswerten vor (HP.2011-06). Einige Überlegungen, wie der Übergang zu einer solidarischen Gesellschaft mit Hilfe eines dynamischen Modells beschrieben werden könnte, enthält der Beitrag für eine internationale Tagung in Mexiko im Mai 2012 (HP.2012-04).  Für diesen englischsprachigen Beitrag liegt auch eine deutsche Version vor (HP.2012-05).

Einige Wegweiser zu einer solidarischen Gesellschaft stellte ich auch in einem Beitrag auf, der bisher (September 2012) unveröffentlicht ist (HP.2012-06). Der Titel „Fortschritt durch Rücksicht“ greift dabei das Anliegen meiner Ausarbeitung über das „Janus-Prinzip“ wieder auf, die in einer bisher unveröffentlichten Fassung auf dieser Homepage vorgestellt wird.

Für das 12. Weimarer Kolloquium, das im Juni 2013 in Benediktbeuern stattfand, schrieb ich einen Beitrag über Geordnete Rückzüge, der mein altes Thema „Fortschritt durch Rückschritt“ (siehe bereits den ersten Beitrag vom Juni 1996) erneut aufgreift (HP.2013-06). Der Aufsatz wird in gekürzter Form  im Rahmen des Bandes mit den Ergebnissen des Kolloquiums  im Metropolis-Verlag veröffentlicht werden.


 

Überblick über die gezeigten Aufsätze

HP.1996-07 Fortschritt durch Rückschritt
HP.2003-05 Halbtagsgesellschaft – Input-Output-Analyse für ein sozial nachhaltiges Deutschland
HP.2004-02 Zwei Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung
HP.2005-09 Halbtagsgesellschaft – Ein Konzept für nachhaltigere Produktions- und Konsummuster
HP.2006-07 Halbtagsgesellschaft – Anregungen für ein sozial nachhaltiges Deutschland
HP.2007-12a Halbtagsgesellschaft – Vision eines sozial nachhaltigen Deutschlands
HP.2008-01 Gendermodell der Halbtagsgesellschaft
HP.2008-02 Zukunftsfähige Grundsicherung in einer Halbtagsgesellschaft
HP.2008-10 Kulturelle Nachhaltigkeit – Vom magischen Dreieck zum magischen Viereck?
HP.2011-04 Arbeitswertgeleitete Solidarwirtschaft
HP.2011-06 Modell einer Halbtagsgesellschaft mit Arbeitswerten und Ökosteuern
HP.2012-04 Dynamic Modelling towards a society of solidarity
HP.2012-05 Dynamisches Modellieren des Übergangs zu einer solidarischen Gesellschaft
HP.2012-06 Fortschritt durch Rücksicht – Wegweiser zu einer solidarischen Gesellschaft
HP.2013-06 Geordnete Rückzüge

 

2.Audiobeiträge

Folgende Audiobeiträge von mir über Konzepte der Halbtagsgesellschaft liegen im Internet vor:

http://podster.de/episode/63521 Es handelt sich um ein Radiointerview, das ich im Februar 2006 gab.

http://umgebungsgedanken.momocat.de/2007/04/24/zukunft-teilen-nur-wie/ Diese Aufnahme stammt von der Tagung „Zukunft teilen – nur wie?”, die von Gabriele Lobeck am 23.April 2007 im Jugendhaus Gorbitz (Dresden) organisiert wurde.